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Projekt vom YLAB - Sonnenblumen- statt Gänselieselbrunnen

Göttinger Tageblatt-Online vom 15. Februar 2017

Bald gibt es nicht mehr nur den Gänselieselbrunnen in Göttingen, sondern auch den Sonnenblumen- und den Außerirdischenbrunnen. Zumindest wenn es nach Sechstklässlern der Neuen IGS Weende geht. In einem Projekt haben sie sich mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt und unter anderem Brunnen entworfen.

Göttingen. Das Besondere an dem Projekt: Die IGS Weende kooperierte dabei mit verschiedenen universitären Sammlungen und dem Städtischen Museum. Jeweils für einen Tag besuchten alle Sechstklässler - aufgeteilt in Gruppen - die Zoologische und die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen, das Städtische Museum und das Schülerlabor für Biodiversitätsfragen BLAB der Uni. „In dem Projekt standen das außerschulische Lernen und Einblicke in universitäre Institute im Vordergrund“, sagt Gilbert Heß, Leiter des Geisteswissenschaftlichen Schülerlabors YLAB.

Im YLAB erarbeiteten die Schüler zum Abschluss des Projekts Präsentationen zu ihrem Lieblingsthema aus dem Bereich Wasser. Aber warum überhaupt Wasser? „Das war ein Thema, woran alle beteiligten Einrichtungen gemeinsam arbeiten konnten“, erklärt Heß pragmatisch.

Und das Thema ist vielseitig: Während eine Schülergruppe eine Präsentation zum Thema Lebende Steine (Lithops) in der wasserarmen Wüste vorbereitet - „Das sind gar keine Steine, sondern Pflanzen“, erklärt Sechstklässler Niklas -, beschäftigen sich andere Schüler mit dem Regenwald. „Das Projekt war spannend“, sagt die elfjährige Save Cager. Sie habe zum Beispiel gelernt, dass Pflanzen im Regenwald nicht nur am Boden, sondern auch an Bäumen wachsen.

Währenddessen töpfern andere Schüler aus Softton, einer Art Ton, die nicht gebrannt werden muss, eigene Brunnen. Den filigran gestalteten Brunnen von Schüler Ramadan Rama ziert oben eine Sonnenblume. „Weil ich Sonnenblumen mag“, erklärt der Zwölfjährige. „An dem Projekttag im Städtischen Museum haben wir den Aufbau von Brunnen besprochen, und die Schüler sollten zeichnerisch eigene Brunnen entwerfen“, erklärt Simone Hübner, Kuratorin am Städtischen Museum. Nun durften sie ihre Entwürfe auch plastisch mit Ton umsetzen. Jetzt muss der MiniaturSonnenblumenbrunnen nur noch seinen Weg auf den Göttinger Marktplatz finden. hsc

Projektergebnisse finden Sie
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