Schülermediatoren

Cool bleiben statt zuschlagen!

Nach einem ganzen Schuljahr Ausbildung und einer Abschlussprüfung haben neun Schüler und Schülerinnen das Zertifikat „Schülermediator/in“ überreicht bekommen.

Der gesamte fünfte Jahrgang (jetzt sechster Jahrgang) applaudierte in der letzten Jahrgangsversammlung des vorigen Schuljahres den Schülermediatoren  und Schülermediatorinnen:
Kim Lea Scharff, Luis Töllner, David Diener, Dominik Vrbic, Mary-Jane Raabe, Sarah Ebbrecht, Julia Lilith Rammelsberg, Alexander Geier und Felix Pape.

 

Wo gelernt wird, gibt es Arbeit, Spaß und auch ganz normal Streit. Meistens schaffen es die Streitenden ganz allein, sich wieder zu vertragen. Manchmal aber klappt das nicht. Dann ist es gut, wenn es Schüler und Schülerinnen gibt, die bereit sind, bei der Lösung des Streits zu helfen. Das Helfen ist aber gar nicht so einfach, weil die Helfer beide Streithähne verstehen müssen und für beide ein Ohr haben müssen. Mehr noch: sie müssen gleichermaßen Verständnis für beide Streitende haben. Oder anders gesagt: Die Helfer müssen allparteilich sein. Dann können sie zwischen den Streitenden vermitteln, sodass diese von sich aus eine Lösung finden. Vermittlung heißt auf Lateinisch Mediation, deshalb nennen sich unsere Helfer Mediatoren und Mediatorinnen.

 

Allparteilich sein ist sehr schwer. Auch die Gesprächsführung mit wütenden Streitenden ist nicht leicht. Deshalb hat die Ausbildung unserer Mediatoren und Mediatorinnen ein ganzes Schuljahr lang gedauert. Insgesamt neun Mädchen und Jungen aus allen vier Stammgruppen haben unter Anleitung der Schulmediatorin Marion in Rollenspielen Mediationen geübt. Sie wissen nun, wie man traurige und wütende und stinkige Streitende dazu bringt, sich gegenseitig zuzuhören.

 

Was also können Schüler und Schülerinnen nun tun, wenn sie einen Streit allein nicht lösen können? Wenn es ganz dringend ist, dürfen die Mediatoren und Mediatorinnen zur Soforthilfe aus dem Unterricht geholt werden. Der unterrichtende Lehrer muss allerdings einverstanden sein. Wenn es ein wenig Zeit hat, vereinbaren die Streitenden einen Termin mit den Mediatoren und Mediatorinnen. Die Mediationen finden im Ruheraum statt.

 

Namen, Fotos, Stammgruppe und die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme sind in der Vitrine im Forum zu finden.

 

Kim :            Mir hat Spaß gemacht, dass wir dabei schöne Erfahrungen gemacht haben. Was wirklich anstrengend war, war die Mediatorenhaltung zu üben. Allparteilich sein ist schwer.

 

Luis:             Mir hat an der Mediatorenausbildung gefallen, dass wir Kofferpacken gespielt haben und alles gelernt haben, was wir lernen mussten. Ich fand es super.

 

David:          Das Anfangsspiel hat mir gefallen und die Streitsimulation war gut. Mir ist nichts schwer gefallen.

 

Dominik:      Ich fand in der Streitschlichter-AG sehr gut, dass wir selbst Probe-Mediationen gemachthaben. Und schwierig fand ich es, die 5 Phasen durchzuhalten.

 

Mary-Jane:   Mir fiel die Streitschlichterausbildung nicht so leicht, weil man immer pendeln musste und „das Gift rausnehmen“ musste und weil man keine Schimpfwörter benutzen durfte. Man musste auch die drei Regeln der Mediationssitzung auswändig lernen sowie die fünf Phasen einer Mediation wissen. Aber dafür kann ich nun anderen gut damit helfen.

 

Sarah E.:      Ich fand besonders die Aufwärmspiele gut. Kofferpacken mit Wassereis und Harry PotterBuch und Memory mit Tierkarten hat Spaß gemacht.

 

Julia:            Mir hat bei der Ausbildung besonders gefallen, dass wir immer wieder Streits nachgestellthaben. Mir ist es schwer gefallen, immer allen zuzuhören. Ich freue mich als Mediatorin besonders darauf, dass ich Mediationen machen und Streits lösen darf. Ich finde es auch gut, dass ich durch die Ausbildung viele neue Leute kennengelernt habe. Was mir noch nicht so gut gefällt, ist, dass ich immer ein Schild tragen muss, auf dem „Mediatorin“ steht. Aber daran werde ich mich sicher gewöhnen.

 

Alexander:   Ich hatte Spaß bei den Rollenspielen. Das Spiegeln fand ich schwierig.

 

Felix:            Mir haben das Probeschlichten in Rollenspielen und auch die Prüfung Spaß gemacht. Und ich habe Spaß beim Zusammenarbeiten mit manchen in der Gruppe gehabt. Manchmal war aber soviel Unruhe in der AG. Das hat genervt. Gesamteinschätzung: sehr gut.